Schweizer Texterinnen- und Texterverband
Chronologisch
Die Geschichte von script zum Nachlesen ...
beispiel Wo alles begann...
Restaurant «Weisser Wind», Zürich.
Seit 1982 ein Thema

Der Schweizer Texterinnen- und Texterverband wurde im Jahr 1982 im Restaurant «Weisser Wind» im Zürcher Oberdorf gegründet.

Lesen Sie hier die bewegte Verbandsgeschichte nach!

im text

1982
Am 15. Oktober 1982 wird im Restaurant «Weisser Wind» im Zürcher Niederdorf der Schweizerische Texterverband mit diesen Zielen gegründet: gemeinsame Interessen vertreten, das Image von Textern und Texterinnen heben, Qualitätskriterien festschreiben, Tarife ausarbeiten, den Nachwuchs fördern sowie eine Broschüre/Zeitschrift herausgeben. Von 51 Anwesenden unterschreiben 35 die Gründungsurkunde. Der erste Präsident heisst Urs Eberhard.

1984, März
Am 9. März 1984 – nach rund eineinhalbjährigem Bestehen des Verbandes – beantragen Präsident Urs Eberhard sowie Vorstandsmitglied Felix Bermann an der Mitgliederversammlung dessen Auflösung. Das Interesse am Verband sei lau und es mangle an Aktivitäten. Die Mehrheit lehnt die Auflösung ab. Der Vorstand tritt in corpore zurück. Ein neuer Vorstand wird gewählt; Präsident ist Thomas Lips. Der Verband hat nun 50 Mitglieder. Der Jahresbeitrag beträgt 100 Franken.

1984, November
Von eingenommenen 4'500 Franken sind lediglich 475 Franken verbraucht worden, was auf ein aktivitätenarmes Jahr hindeutet. Thomas Lips übergibt René Merz das Präsidentenamt.

1985
Das Verbandsjahr wird dem Kalenderjahr angepasst. Die «TexterTalks» haben im Budget Spuren hinterlassen. Der Jahresbeitrag wird auf 200 Franken erhöht.

1986/1987
Präsident René Merz spricht von einer Identitätskrise. Von 35 Gründungsmitgliedern seien nur noch 17 dabei, und die «TexterTalks» würden hauptsächlich von Nichttexterinnen und
-textern besucht. Die Idee, eine Verbandsbroschüre zu entwickeln, wird aufgeworfen. Merz tritt als Präsident zurück. Neuer Präsident wird Erich Brandenberger.

1988
Erich Brandenberger präsentiert den Vorentwurf der Verbandsbroschüre. Heftiger Streitpunkt ist der Richttarif.

1989
Mehrere erfolgreiche «TexterTalks», z. B. mit Hermann Strittmatter mit 63 Teilnehmenden. Nachwuchs und Weiterbildung sollen gefördert werden. Die Verbandsbroschüre steht kurz vor der Auslieferung. 13 neue Mitglieder.

1990
Die Verbandsbroschüre «Weiter im Text.» verursachte über 14'000 Franken Verlust. Einige «TexterTalks» kommen sehr gut an. Die Beiträge für alle drei Mitgliedergattungen werden aufgrund des Verlustes erhöht. 13 neue Mitglieder. Mit Irene Albinus ist erstmals eine Frau im Vorstand.

1991
Die Finanzen sind wieder im Lot. Die Zweitausgabe der Verbandsbroschüre liegt vor und trägt sich selbst.

1992
Der Schweizerische Texterverband feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einer jubiläumsüberdauernden Aktion: Sechs Agenturen gestalten Plakate zum Thema «Text» (erschienen im «Profil» 92/93). Die Kommission «KauSAL» (Kommission für Aus- und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit der SAL) arbeitet an einer systematischen Aus- und Weiterbildung für Texter/-innen und sucht Verbündete. Ab 1992 erscheint in «Werbung & Publicité» – als Präsenzmarkierung des Verbandes – die Beilage «TEXTàTETE». An der GV im Juni tritt Erich Brandenberger das Präsidium an René Merz ab.

1993
Das Projekt «kauSAL» wird aus Kosten- und Ressourcengründen eingestellt, ebenso das Präsenzprojekt «TEXTàTETE». Patricia Schnyder gibt an der GV das Sekretariat nach elf Jahren ab und wird für ihren grossen Einsatz zum Ehrenmitglied ernannt. Neu übernimmt Marianne Wohlwend das Sekretariat. Die Statuten werden geändert und die Mitgliederbeiträge erhöht.

1994
Schlechte Finanzlage. Die «TexterTalks» und das «Profil» benötigen neue Strukturen. Neu werden die «TexterTalks» von ST-Mitgliedern bestritten. Beschlossen wird eine Zusammenarbeit mit der AAR (Association des Adaptateurs-Rédacteurs Romands). An der GV werden beide Vorschläge des Vorstandes angenommen: a) Jedes Mitglied gibt zur Verminderung des Vereinsdefizits ein einmaliges Darlehen à fonds perdu. b) Die Mitgliederbeiträge werden erhöht.

1995
Intensive Suche nach Themen für Workshops. Annäherung ans Internet sowie an andere Verbände mit dem Fernziel einer «Vereinigung für sprachorientierte Kommunikation».

1996
Marianne Wohlwend gibt das Sekretariat ab; Christoph Fuchs übernimmt dieses in der Rolle eines Geschäftsleiters, der gleichzeitig dem Vorstand angehört. An der GV tritt René Merz als Präsident zurück, neuer Präsident wird Kaspar Silberschmidt. Erich Brandenberger präsentiert die ST-Homepage. Der Roundtable im Anschluss bringt Sprachschaffende verschiedener Disziplinen zusammen (Mitglieder von AAR, ASTI, Fichier français und SVDS).

1997
Die Verbandskommunikation des ST verlagert sich zur Hauptsache ins Internet. Mit der Homepage «www.texterverband.ch» leistet der ST nützliche Vermittlerdienste für Mitglieder und AuftraggeberInnen. Wichtiges Element des ST-Kerngeschäftes sind die neuen Honorarempfehlungen. Sie werden neben den Mitgliederlisten und dem Veranstaltungsprogramm am häufigsten angefordert. Die Homepage ersetzt das «Profil». Auf Papier stellt sich der Verband mit der neuen Taschendokumentation «Wir sind so frei» vor.

Um die neuen Aufgaben (Geschäftsstelle, Finanzen, Web-Mastering, Veranstaltungen, Promotion/PR, Honorarwesen, Förderung des Nachwuchses, Kontakte zu anderen Sprachverbänden, Protokolle) zu bewältigen, wird der Vorstand von sechs auf neun Mitglieder erweitert.

1998
Zum Teil ausgebuchte «TexterTalks» und Workshops zeigen, dass die Themen aus dem Bereich «Texten/Konzipieren» weiterhin auf grosses Interesse stossen. Das «Bulletin» erscheint in neuem Layout und bewährt sich als wichtiges Promotionsinstrument für die Anlässe des Verbandes, da es nicht nur an Mitglieder geht, sondern auch an 500 weitere Adressen (BSW, ASW usw.).

Die Website wird rege besucht. Mit der erweiterten Neuauflage von «Wagen Sie den Sprung?» bietet der ST für angehende TexterInnen/KonzepterInnen eine umfangreiche und nützliche Dokumentation an.

An der GV treten Erich Brandenberger (Präsident von 1987-92) und René Merz (Präsident 1984-87 und 1992-97) nach 15 Jahren aus dem Vorstand zurück. Odile Nerfin, Helena Tillein und Daniel Wirz werden neu in den Vorstand gewählt. Die Beiträge für eine normale Mitgliedschaft werden von 100 auf 200 Franken erhöht (neu: inkl. «Sprachspiegel»-Abonnement); der BR-Mitgliederbeitrag bleibt unverändert bei 600 Franken. Die Mitgliederzahl bleibt konstant: 48 Mitglieder ohne BR-Status; 46 mit BR-Status.

1999
Das erste Mal können sieben Veranstaltungen (Information sowie Weiterbildung) durchgeführt werden, von denen alle gut bis sehr gut besucht sind.

Die Frequenzzahl der Homepage-Besuche hat sich mehr als verdoppelt. Die ST-Seiten werden primär im Arbeitskontext und weniger von Freizeitsurfern genutzt. Die Promotion der Veranstaltungen geht über den Kanal «ST-Reminder» an rund 600 E-Mail-Adressen.

Es wird erwogen, das ST-Bulletin einzustellen. Als Basismedium für die Mitgliederwerbung bleibt die Dokumentation «Wir sind so frei» in schlankerer Form (gefalteter Flyer) bestehen.

Die Zahl der Mitglieder bleibt nahezu unverändert. Der Anteil weiblicher Mitglieder beträgt mittlerweile fast ein Drittel. Die Jahresrechnung schliesst erstmals mit einem bescheidenen Überschuss.

2000
Eine Reform wird ins Auge gefasst. Der Vorstand sieht Verbesserungsmöglichkeiten in den Bereichen Veranstaltungen und Verbandsleistungen. Zudem sollen Verbandsname, Homepage und CI angepasst und das Zielpublikum erweitert werden.

Im Rahmen der Reform werden nach der Sommerpause anstelle von Veranstaltungen drei Workshops angeboten, mit dem Ziel, die Verbandsmitglieder zu Wort kommen zu lassen. Die Mitglieder äussern sich zu diesen Themen:
• Veranstaltungen (Brainstorming fürs Jahresprogramm 2001)
• Bausteine (Erfassen von gewünschten Leistungen)
• Verbandsname (Gedankenaustausch über eine neue – mehrsprachige – Verbandsbezeichnung)

An der Ausserordentlichen Generalversammlung im November unterbreitet der Vorstand neue Statuten, die angenommen werden. Mit diesem Schritt erhält der Vorstand den formellen Auftrag, die notwendigen Reformen zu konkretisieren.

Das ST-Bulletin erscheint Ende 2000 das letzte Mal. Der Basis-Mitgliederbeitrag (normale und BR-Mitgliedschaft) wird neu auf 240 Franken festgelegt.

Vorstandsmitglied Henri Bergmann zieht sich nach langjähriger Tätigkeit zurück, Kaspar Silberschmidt gibt das Präsidium ab, arbeitet aber weiterhin im Vorstand mit. Mit Odile Nerfin erhält der ST das erste Mal eine Präsidentin.

2001
Seit dem 1. Januar heisst der Schweizerische Texterverband neu «script». Erste Ergebnisse aus der Reform zeigen sich: Die Aktivitäten sind nach strengeren Kriterien organisiert (es können sechs erfolgreiche Veranstaltungen durchgeführt werden), die Mitgliederzahl des Verbandes ist gestiegen, die Leistungen sind in Form von fakultativen Modulen verfügbar, für die Kosten zum Basis-Mitgliederbeitrag hinzukommen, und der Verband hat einen neuen Internet-Auftritt.

Ab September werden die Aufgaben von Geschäftsleiter Christoph Fuchs erweitert. Er steht dem Verband nun einen Tag pro Woche zur Verfügung.

Neu werden vier Arten von Veranstaltungen angeboten: scriptTALK (Abendveranstaltungen mit Apéro. Dauer 60 bis 90 Minuten in lockerem Ambiente; der Dialog mit den ReferentInnen steht im Vordergrund), scriptTHINK (arbeitsintensiver Workshop mit Apéro oder Imbiss. Dauer 2 bis 4 Stunden; im Zentrum steht die Weiterbildung), scriptSEMs, meistens mehrtägige Seminare mit Weiterbildungscharakter, sowie scriptNIGHT (Ordentliche Generalversammlung und anschliessendes Fest, zusammen mit den Verbandsmitgliedern und Sponsoren).

Seit der Reform gibt es nur noch eine Mitgliederkategorie. Wer darüber hinaus den Titel «Mitglied script BR» führen will, muss ein Zertifizierungsdossier vorlegen. Im November evaluiert der Vorstand erstmals acht anonym gehaltene Dossiers. Vier Personen werden BR-zertifiziert.

Am 1. Januar wird die neue Website auf Deutsch, im Oktober auf Französisch aufgeschaltet. Alle Print-Dokumente (Statuten, Reglemente, Archiv) können heruntergeladen werden, Mitglieder können die Angaben zu ihrer Person neu direkt selber ändern, Anmeldungen für script-Veranstaltungen laufen ebenfalls über die Homepage, und potenzielle AuftraggeberInnen haben die Möglichkeit, auf der Website nach Freelancern zu suchen. Monatlich besuchen 800 bis 1200 Personen www.scriptWEB.ch.

Die finanzielle Lage des Verbandes hat sich massiv verbessert. Als direkte Folge der Reform sind die Veranstaltungen – mit wenigen Ausnahmen – selbsttragend.

Helena Tillein, Vorstandsmitglied seit 1998, gibt an der Generalversammlung ihren Rücktritt. 28 Mitglieder treten dem Verband bei, drei treten aus. Am 31. Dezember hat script knapp 100 Mitglieder.

2002
Am 6. Juni feiert der Verband sein 20-jähriges Jubiläum im Gründungslokal «Weisser Wind» in Zürich mit 72 Gästen.

Im September wird das erste Mal ein scriptDAY durchgeführt. Dieser Vorstandstag ersetzt die zahlreichen Vorstandssitzungen.

In diesem Jahr kann – aufgrund mangelnder Anmeldungen – kein einziger Talk durchgeführt werden, dafür sechs andere Veranstaltungen. Offensichtlich besteht mehr Bedarf an Weiterbildungsmöglichkeiten als an ungezwungenen Diskussionsrunden. An der ersten Veranstaltung in Lausanne nehmen knapp 50 Personen teil.

Die finanzielle Lage des Verbandes ist zufriedenstellend. Dies aufgrund der guten Besucherzahlen an den Veranstaltungen und dank der Grosszügigkeit von 22 Jubiläumsfeier-Sponsoren.

An der GV gibt Edy Ruchti, Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied seinen Rücktritt. Neu in den Vorstand gewählt werden Stephanie Hugentobler, Gabriele Clara Leist und Roger Brunner.

An den zwei Zertifizierungsrunden im April und November werden insgesamt 16 Personen BR-zertifiziert. 29 Personen werden Verbandsmitglieder, 11 treten aus dem Verband aus. Am 31. Dezember hat script 112 Mitglieder.

2003
Viel mehr Geld als geplant kostet die Realisierung von www.scriptJOB.ch, da mitten in den Arbeiten der zuständige Programmierer untertaucht – mit einschneidenden Folgen für script: Zum einen kann die Site nicht wie geplant am 1. Januar aufgeschaltet werden, zum anderen muss der Auftrag neu vergeben werden, was mit deutlich höheren Kosten verbunden ist. scriptJOB ist deshalb auch der massgebliche Grund für das Loch in der Verbandskasse. Die Finanzlage entspannt sich jedoch zusehends.

Nachfolger von Daniel Wirz, der aus dem Vorstand zurücktritt, wird Eric Amoudru aus Genf. Eric betreut zusammen mit Odile die Mitglieder aus der Romandie. An der GV tritt Odile Nerfin als Präsidentin zurück, bleibt aber Vorstandsmitglied. Neue Präsidentin wird Stephanie Hugentobler.

Durchgeführt werden acht Veranstaltungen. Am ersten scriptINTERN mit dem Motto «Weinselig» nehmen 13 TexterInnen teil. Diese Veranstaltungsform ist script-Mitgliedern vorbehalten und dient dem Kennenlernen und der Geselligkeit.

Besucht werden von der Präsidentin und vom Geschäftsleiter neun offizielle und halboffizielle Veranstaltungen – so viele wie noch nie. script ist u. a. an diesen Anlässen vertreten: Vernissage des ADC-Jahrbuchs, Jubiläums-GV der ASW, EFFIE-Preisverleihung, Radio-Day, Goldenes Ohr, ASW-Gala. Dazu kommen informelle Lunchs und Treffen. Der Austausch mit befreundeten Verbänden wird intensiviert und man knüpft neue spannende Kontakte.

Bis zum 31. Dezember hat Geschäftsleiter Christoph Fuchs 271 neue Honorarempfehlungen verschickt. Sie lösen die Version von 1998 ab. Dank der Unterstützung vieler Mitglieder sind die Empfehlungen realitätsnah und transparent.

25 % der script-Mitglieder besuchen bis Dezember mindestens ein scriptERFA. Mit dieser neuen Veranstaltungsform, die im Herbst lanciert wurde, will der Verband den Kontakt unter den Texterinnen und Textern aktiv fördern. Die Rückmeldungen der ERFA-Teilnehmenden sind sehr positiv.

Neu auf dem Netz ist das Mammut-Projekt www.scriptTOOL.ch, eine virtuelle Werkzeugbox mit rund 60 Themen, die den Mitgliedern kostenlos zur Verfügung steht. Auch hier waren Mitglieder in der Abschlussphase intensiv freiwillig am Werk.

Mit 101 Mitgliedern startet «script» ins neue Jahr. Am 31. Dezember hat «script» 134 Mitglieder. Ein doppelter Rekord: Noch nie gab es so viele Beitritte in einem Jahr, und noch nie hatte «script» mehr als 120 Mitglieder.

2004
«Bunter als der Regenbogen war unser Verbandsjahr», sagt die Präsidentin Stephanie Hugentobler in ihrem Jahresbericht.

Feuerwerksbunt die Mitgliederzahlen: 129 Mitglieder sind es am 1. Januar und 165 am 31. Dezember. 36 Beitritte in einem Jahr sind ein «script»-Rekord! 19 Mitglieder treten per Ende Jahr aus, einige davon werden «ausgetreten». Näheres dazu steht im Jahresbericht.

Rotschwarz die Finanzen: «script» kann dank höherer Mitgliederzahl, erfolgreicher Veranstaltungen und kluger Verwaltung der Gelder die Schulden von 2003 zurückzahlen und erwirtschaftet sogar einen Gewinn.

Saftgrün der Vorstand: Aus beruflichen Gründen verlässt Roger Brunner den Vorstand. Neu gewählt werden Sonja Brunschwiler und Paul Girard. Königsblau das scriptWEB: Eines der grossen Verbandsprojekte ist der Relaunch von www.scriptWEB.ch. Seit Herbst ist das gewaltige Werk online und repräsentiert «script» nun auch im Netz als zeitgemässe, professionelle Berufsorganisation. Die französische Version der Website wird 2005 online gehen.

Silberhell die Veranstaltungen: In diesem Jahr können 30 Veranstaltungen durchgeführt werden: 10 scriptERFA (lanciert im Herbst 2003), 8 scriptTHINK, 9 scriptMEET (lanciert im Herbst 2004), 1 scriptSEM, 1 scriptINTERN und 1 scriptNIGHT (Veranstaltungen im Detail siehe Jahresbericht).

Hoffnungsgrün das Berufsregister: Die BR-Kommission trifft sich im April und November zu Zertifizierungsrunden. Insgesamt werden 19 Dossiers eingereicht (zwei im April, 17 im November = neuer Rekord). Vier Texter und zwei Texterinnen werden ins Berufsregister aufgenommen (erstmals auch ein Nichtmitglied) bzw. rezertifiziert.

Rabenschwarz der Oktober: Eine Fehldiagnose kostet Geschäftsleiter Christoph Fuchs fast das Leben. Notfallmässig muss er sich einer Herzoperation unterziehen. Zwanzig Minuten später wäre jede Rettung zu spät gekommen. Alles verläuft glücklicherweise ohne Komplikationen. Präsidentin Stephanie Hugentobler lenkt während seiner Abwesenheit die Geschicke des Verbandes.

Buntscheckig die Repräsentationsbesuche: 19 offizielle und halboffizielle (zum Teil ganz- und mehrtägige) Veranstaltungen werden besucht – mehr als doppelt so viele wie 2003. Die Präsenz an solchen Anlässen dient der Erweiterung des Netzwerkes sowie der Vertiefung bestehender Kontakte.

Morgenrot die Ziele: Bekanntheit von script steigern, Image des Berufsstandes verbessern, verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Berufsverbänden, fachlicher Austausch, gutes Weiterbildungsangebot: Diese Ziele bleiben gültig und wichtig – auch wenn vieles erreicht und umgesetzt werden konnte – und werden auch in Zukunft weiterverfolgt.

2005
Als script Ende 2003 134 Mitglieder zählte, war der Verband gerade ein bisschen stolz. So viele Leute hat der Verband noch nie gehabt, hiess es damals. Doch Ende 2005 konnte script noch ein bisschen stolzer sein: 176 Mitglieder sind schon fast als «historisches Zeitereignis» zu betrachten!

Austritte gab es meist aufgrund von Berufswechsel oder Familienzuwachs. Zum Teil sind Mitglieder auch aus Ärger darüber ausgetreten, weil sie den BR-Eintrag nicht erhalten haben, aber das sind nur wenige.

Ja, und dann gab’s im Vorstand ein paar Tränen zu verdrücken: An der GV vom 22. April trat Kaspar Silberschmidt zurück (nicht aus Ärger, notabene). Zehn Jahre war er mit dabei gewesen, fünf davon als Präsident. Er steht dem Verband aber weiterhin mit seinem Wissen zur Verfügung und bleibt auch Mitglied der BR-Kommission.

Ebenfalls zurückgetreten ist Odile Nerfin. Sie war sieben Jahre Vorstandsmitglied, drei davon als erste Präsidentin des Verbandes. So hat sie massgeblich dazu beigetragen, dass script auch in der Romandie ein Begriff ist.

Eric Amoudru, ebenfalls zuständig für die Romandie, trat leider bereits nach zwei Jahren wieder aus dem Vorstand aus. Die Aufgaben der beiden haben Hélène Apel und Pierre-André Rion übernommen. Sie betreuen neu die Romandie.

In diesem Jahr wurden insgesamt 14 Dossiers für die BR-(Re)Zertifizierung eingereicht, wovon vier den BR-Anforderungen entsprachen. Somit wurden 2005 vier Texter/-innen entweder ins BR-Register aufgenommen oder ihr BR wurde um drei Jahre verlängert. Schön wäre, wenn mehr Texterinnen und Texter zeigen würden, was sie können, und sich nicht von der Quote der Ablehnungen abschrecken liessen.

Viele script-Anlässe mussten dieses Jahr abgesagt werden. Eine Zeiterscheinung? Nichtsdestotrotz konnten aber 25 Veranstaltungen durchgeführt werden. Schön waren die scriptNIGHT und der scriptFUN. Und schön ist auch, dass 15 von den 25 Anlässen scriptMEETs waren, diese regionalen Kennenlern- und Austausch-Stammtische, die ehrenamtlich von Mitgliedern organisiert und vom Vorstandsmitglied Sonja Brunschwiler koordiniert werden.

Viel Zeit hat script in Repräsentationsbesuche investiert und an über 20 offiziellen und halboffiziellen Veranstaltungen teilgenommen, so z. B. an der ADC-Würfelverleihung, am Curling-Plauschturnier der idée/vfw, am Tag der Werbung, an der Goldenen-Ohr-Nacht (Preisverleihung) u. a. m. (siehe Jahresbericht der Präsidentin). Solche Anlässe bieten immer wieder Gelegenheit, den Verband bekannter zu machen und dienen auch dem Vernetzen.

Den Verband im «Licht und der Zeit der Liebe» zeigte die Aktion scriptVALENTIN: 36 der rund 150 Mitglieder boten freiwillig ihre Dienste für das Verfassen von Liebesbriefen an. Obwohl nur wenige solcher Texte bestellt wurden: Das Interesse der Öffentlichkeit an dieser erstmals lancierten Aktion war gross und hat die Erwartungen des Verbandes bei weitem übertroffen. Auch das Medienecho war beachtlich – und so wurde unisono beschlossen, auch 2006 Amor bei seinen Taten zu unterstützen.

Letztlich zeitlos geblieben sind die Ziele: Ob Bekanntheit des Verbandes steigern oder Fördern und Verbessern des Images des Berufsstandes oder eine verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Berufsverbänden: Was script für 2004 formuliert hat, gilt auch weiterhin – jetzt aber auf höherem Niveau, da seither doch einiges erreicht wurde.

2006
Am 1. Januar 2006 wies script 157 Mitglieder aus, am 31. Dezember desselben Jahres hatte sich die Zahl auf 172 erhöht. Damit befinden wir uns wieder nahe an der Rekordzahl von 176 Mitgliedern, die unser Verband per Ende 2005 ausweisen konnte. Tendenz also stabil, und das stimmt uns freudig.

Neben bewährten Annehmlichkeiten wie die inspirierenden scriptMEETs, die gemütlichen scriptZMORGE und scriptZMITTAG oder die spannenden scriptTHINKs haben wir unseren Mitgliedern auch attraktives Neues zu bieten. Zum Beispiel günstigere Preise für Weiterbildung dank unserer Zusammenarbeit mit der Schreibszene seit Mitte 2006. Ausgewählte Seminare und entsprechende Konditionen werden auf unserer Website publiziert. Weitere Kooperationen in dieser Form werden von script angestrebt.

Beziehungen pflegen, neue aufbauen, die Bekanntheit des Verbandes erhöhen, Mitglieder, Sponsoren und Partner gewinnen: Das erfordert kontinuierlich Massnahmen. Zu den wichtigsten gehören die Repräsentationsbesuche von Anlässen verwandter Organisationen und Institutionen. Auf sage und schreibe 25 offizielle und halboffizielle Repräsentations-besuche blicken wir im Jahr 2006 zurück. Einige Beispiele dafür: 11. Swiss Marketingtag in Luzern, Juniorcom/Textertagung in Davos, ZSPRG-Neujahrsapéro in Luzern, Curling-Plauschturnier von idée/vfw und Verleihung des Zürcher Journalistenpreises oder am Direct-Day in Fribourg.

Mit viel Herzblut wurde die Aktion scriptVALENTIN auch im 2006 durchgeführt – mit noch grösserem Echo als im 2005. Dies belegen die höhere Anzahl bestellter Liebesbriefe und die Zusammenarbeit mit namhaften Partnern wie «Annabelle» und Radio Zürichsee.

Im Februar hat Rinaldo Dieziger script mit seinem Beitritt bereichert. Fast gleichzeitig ist er mit seiner Supertext GmbH online gegangen. Die Online-Dienstleistungen von Supertext erbringen bis anhin ausschliesslich script-Texterinnen und -Texter – eine willkommene Chance, unseren Verband bekannter zu machen und die fachlichen Kompetenzen unserer Mitglieder unter Beweis zu stellen. Ein Ausbau des Pools der Super-Schreiberlinge ist allerdings kein Tabu und wird im 2007 diskutiert. Ende 2006 zählte Supertext bereits 100 Kunden, die regelmässig Texte bestellen. Ein beachtlicher Erfolg für das clevere Start-up-Unternehmen!

In diesem Jahr haben sich insgesamt 11 Texterinnen und Texter um das Qualitätslabel von script, den Berufsregistereintrag (BR), beworben. 7 Kandidatinnen und Kandidaten waren erfolgreich, 5 davon wurden neu ins Berufsregister aufgenommen, 2 haben ihren Eintrag verlängert.

Ende Mai 2006 erblickt die erste Ausgabe unseres Mitgliedermagazins scriptINFO das Licht der Texterinnen- und Texterwelt. Es informiert, unterhält und dämmt gleichzeitig die Mailflut ein. Bis Ende Dezember 2006 ist scriptINFO fünfmal erschienen.

Last but not least ein Wort zum Vorstand: Mit Daniela A. Caviglia, Robert Sulser und Patrick Zoll hat der Vorstand zum ersten Mal Aspiranten erkoren, die während eines Jahres mitarbeiten und nach dieser Probezeit entscheiden, ob sie sich als offizielles Vorstandsmitglied wählen lassen möchten. Ihr motivierter Einsatz war sehr wertvoll fürs Vorstandsteam!

2007
Unter dem Motto «Voll im Saft» hat script heuer seinen 25-jährigen Geburtstag gefeiert. Und ganz dem Motto entsprechend hat der Verband 2007 vieles angepackt, was reif für eine saft- und kraftvolle Umsetzung war.

So wurde Anfang Februar die «Strategie 2010» verabschiedet. Sie hält Ziele fest, die mittelfristig erreicht werden sollen, und dient als Leitplanke für den einzuschlagenden Weg. Eine aktive Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation von hochkarätigen Veranstaltungen gehören dabei zu den wichtigsten Massnahmen, um die Bekanntheit von script als «Schweizer Berufsverband für Texterinnen in Kommunikation und Marketing» sukzessive zu erhöhen. script soll, so die Devise, soll dank aktiver Kommunikation im Markt mit Professionalität und Textqualität gleichgesetzt werden.

Je mehr Mitglieder der Verband zählt, desto mehr Einfluss kann script nehmen. Bis 2010 streben wir die Zahl von 200 bis 250 Mitgliedern an. Am 1. Januar 2007 wiesen 152 Texterinnen und Texter eine Mitgliedschaft bei script aus. Dank 14 Beitritten wuchs diese Zahl bis zum Jahresende auf 166 Mitglieder an. 19 Mitglieder hatten ihren Austritt per 1. Januar 2008 angekündigt. Die an der GV beschlossene Erhöhung des Mitgliederbeitrags hat erfreulicherweise zu keinem Massenaustritt geführt.

Um den Verband noch bekannter zu machen, Sponsoren zu finden und die Mitgliederzahl zu erhöhen, braucht es Engagement. Beispielsweise in Form von Repräsentationsbesuchen. Mehr als 18 offizielle und halboffizielle Veranstaltungen hat die Verbandsleitung im Jahr 2007 absolviert. Dazu zählen unter anderem der ZSPRG-Neujahrsapéro, der 12. Swiss Marketingtag in Luzern, das NZZ-Sommernachtsfest oder die ASW-Gala.

Das Thema Weiterbildungen und Veranstaltungen ist nach wie vor ein schwieriges. Zum einen wissen wir um die Notwendigkeit guter Weiterbildung, und gemäss einer script-Umfrage geht das den Mitgliedern ebenso. In der Realität aber stiessen unsere Angebote auf wenig bis gar keine Resonanz, sodass wir unsere diesbezüglichen Bemühungen aus finanziellen Gründen hintanstellen mussten. 14 scriptMEETs, 1 scriptINTERN, 1 scriptGV und die scriptNIGHT waren 2007 die einzigen Veranstaltungen des Verbandes. Sporadische Kooperationen mit Weiterbildungsanbietern wie der Schreibszene ermöglichen script-Mitgliedern allerdings weiterhin attraktive Veranstaltungen zu tieferen Preisen.

Am 4. Mai fand auf Schloss Lenzburg die 25. ordentliche Generalversammlung statt, erstmals im Rahmen des Tags der Werbung. Den neuen Jahresbeitrag von 520 Franken nahmen die anwesenden 28 Mitglieder einstimmig an – ein erfreuliches Zeichen dafür, dass die Strategie der Professionalisierung gutgeheissen wird. Gabriele Clara Leist ist nach fünf Vorstandsjahren zurückgetreten, Pierre-André Rion nach zwei. Ihre beiden Nachfolger heissen Robert Sulser und Patrick Zoll, und in deren Fussstapfen traten die beiden neuen Vorstandsaspiranten Rinaldo Dieziger und Roger Hausmann.

Am 22. Juni 2007 ermöglichte das grosse Engagement der Verbandsleitung sowie einer Reihe von Sponsoren ein kunterbuntes Fest zur 25-Jahre-Jubiläums-Feier. Für beste Unterhaltung sorgten hier Patrick Frey, Simon Libsig und Reeto von Gunten. Die Feier ging passend zum Motto «Voll im Saft» in der Baumschule Zulauf AG in Schinznach-Dorf über die Bühne.

Sieben Jahre lang versuchte script, eine Westschweizer Sektion aufzubauen – leider erfolglos: Die Resultate standen in keinem Verhältnis zum Aufwand. So wurden per Ende Juni sämtliche Verbandsaktivitäten in der Romandie eingestellt.

Ins Schweizer Berufsregister der Texterinnen und Texter (BRTT) haben es 2007 insgesamt 7 von 11 Kandidaten geschafft. Seit dem 1. Januar 2008 sind nun 19 Texterinnen und Texter im Berufsregister aufgeführt. Durch einen GV-Beschluss wurde das BRTT klarer von script abgetrennt. Diese Eigenständigkeit zeigt sich im neuen Corporate Design, in der von scriptWEB.ch separierten Website sowie in eigenen Broschüren.

Es gehört zur Networking-Politik von script, bei wichtigen Branchenorganisationen mitzumachen. So ist unser Verband 2007 der Schweizerischen Gesellschaft für Marketing GfM beigetreten. Damit profitieren alle script-Mitglieder von Vergünstigungen, welche die GfM an zahlreichen Veranstaltungen und für viele Ausbildungen gewährt.

Die letzte gute Tat in diesem Jahr: Am 3. Dezember wurde unter der Leitung von Initiator Maurice Codourey eine Trägerschaft für den neuen eidgenössischen Fachausweis «Fachfrau/Fachmann Text und Konzept» gegründet. Für eine einheitliche Berufsprüfung setzen sich neben script die Schweizer Werbung SW, die kantonale Berufsschule für Weiterbildung EB Zürich sowie die Fédération romande de publicité et de communication FRP ein. Ziel dieser neuen Prüfung ist es, fachliche und überfachliche Kompetenzen über eine solide Grundausbildung zu schaffen – für eine anerkannte, qualifikationsergänzende Ausbildung zur Texterin und zum Texter.

Das Dossier «Geschichte» haben für script bis 2005 Felix Bermann, Edy Ruchti und Gabriele Clara Leist verfasst.
Für die Jahre 2006 und 2007 hat Sonja Brunschwiler Geschichte geschrieben.

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